Das Aktionsbündnis für faire Verlage
46 Autorenverbände und andere Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich zu einer gemeinsamen Initiative für mehr Fairness im Verlagsbetrieb zusammengeschlossen und machen mit dem “Aktionsbündnis für faire Verlage (Ak Fairlag)” unmissverständlich auf Missstände im Verlagswesen aufmerksam, die einseitig zu Lasten junger Autoren gehen…
mehr Infos finden Sie auf der entsprechenden Homepage (Klick auf das Symbol)
Warum ich auf Fairlag hinweise
Ich weise auf Fairlag hin, weil ich der Meinung bin, dass Autoren nicht hinters Licht geführt werden sollen.
VERLAG SUCHT AUTOREN!
Ein Satz, der die Herzen vieler unerfahrener Hobbyautoren höher schlagen lässt. Vielleicht lässt sich hier mein Manuskript an den Mann bringen, in das ich so viel Arbeit und Herzblut gesteckt habe?
VORSICHT! Auch ich habe auf eine solche Anzeige schon einmal eine Leseprobe versendet. Und wie sehr habe ich mich gefreut, als ein Schreiben kam, das meinen Stil und meine Idee über den grünen Klee lobte! Bereits auf Seite zwei des Anschreibens kam die Ernüchterung: Anstatt -wie für einen Verlag üblich- das Manuskript anzukaufen und auf eigene Kosten unter Zahlung von Tantiemen zu veröffentlichen und verkaufen, sollte ICH als Autorin je nach “Paket” zwischen 4900 und 7900 € für die Veröffentlichung meines Buches bezahlen!
Na danke. Nicht mit mir.
Jeder, der viel Arbeit und Mühe in sein Manuskript gesteckt hat, sollte ehrlich mit sich sein und es nur dann veröffentlichen, wenn er nichts dafür bezahlen muss, sondern Geld vom Verlag erhält, bei einem kompletten Buch Tantiemen, bei Anthologien zumindest Autorenrabatt für selbst verkaufte Bücher.
Ein Belegexemplar ist selbstverständlich!
Wer ein Nischenthema bedient, für das es nur einen kleinen Interessentenkreis gibt, tut sich einen großen Gefallen, wenn er das Buch auf eigene Kosten selbst herausbringt (Books on Demand gibt es inzwischen von mehreren Anbietern). So weiß er wenigstens, wofür er bezahlt und kommt mit einem Bruchteil der Kosten davon, die einer der so genannten “Verlage” einfordert.
Am Lektorat sollte jedoch in keinem Fall gespart werden, das kann sich furchtbar rächen, denn selbst ein Autor, der sicher in der Rechtschreibung und Grammatik ist, wird in seinem eigenen Text irgendwann keine Fehler mehr sehen…wenn das Buch dann gedruckt ist, ist es zu spät.
VERLAG kommt übrigens von vorlegen. Meint, der V. legt die Kosten, die beim Veröffentlichen eines Buches entstehen vor. Der V. trägt das Risiko, weil er vom Inhalt des Manuskriptes, seinem Marktwert, überzeugt ist.
Unternehmen, die sich Verlag nennen, sollten dies beherzigen, sich ansonsten Buchdruck-Dienstleister nennen und die Kosten bereits auf ihren Internetseiten explizit darlegen. Autoren suchen, ihnen -egal wie grottig das Geschriebene ist- Honig um den Mund schmieren und ein Vielfaches an Euro für die Veröffentlichung unter ihrem Namen nehmen, als es mit Lektorat bei einem BoD-Dienstleister kosten würde, halte ich für unseriös.
Fazit:
Jeder Autor sollte sich fragen, ob seine Geschichte wirklich so gut ist, wenn sie von den herkömmlichen Verlagen abgelehnt wurde und ob er (aus Eitelkeit?) unbedingt eine Veröffentlichung möchte. Als nächstes sollte er sich fragen, ob eine Veröffentlichung auf eigene Kosten seinen Ruf nicht eher nachhaltig schädigt als verbessert.









